Die Geschichte des NAVITIMER (Eine Erfolgsstory)

Der NAVITIMER

Wie kam es zum Erfolg des Nachfolgers der bis dahin äußerst beliebten BREITLING CHRONOMAT. Sammler und Liebhaber von Fliegeruhren kommen am NAVITIMER nicht vorbei. Die Uhr hat eine einzigartige Geschichte und einen unverwechselbaren Stil.

Eroberung des Luftraums durch eine Uhr

In den 1950er Jahren war die große Ära der Pilotenuhren. In diese Zeit fällt auch die Entwicklung der BREITLING NAVITIMER. Bekannt durch die Kombination von Chronograph und Rechenschieber Lünette. Der NAVITIMER wurde gern im militärischen Bereich und auch von Piloten eingesetzt. Piloten schätzten vor allem die Möglichkeit das man bei dieser Uhr nicht nur die Zeit ablesen sondern ebenfalls Aviatikberechnungen durchführen konnte. Die Bezeichnung dieses Zeitmessers leitet sich aus der Funktion der NAVIgation und des TIMERs ab. Ab diesem Zeitpunkt begann die besondere und einzigartige Erfolgsgeschichte von BREITLING.

Die Symbiose von BREITLING und Fliegerei ist also prägend für den Erfolg der NAVITIMER Chronographen. Diese Fliegeruhren wurden zunächst als exklusive Zeitmesser für Piloten entwickelt und erst später als modisches Accessoire entdeckt und geschätzt.

Der NAVITIMER ist das Vorzeigeprodukt des Hauses, wurde bereits in den 1950er Jahren entwickelt und hat sich bis heute den Charakter und typischen Stil erhalten. Auch die im Laufe der Jahre erfolgten Weiterentwicklungen haben nichts an der grundlegenden Konzeption der begehrten Hightec Funktionsuhr verändert.

Mittlerweile gibt es immer wieder neue Komplikationen wie z.B.

Flyback*

* Fliegende Nullstellung – Dieser komplizierte Mechanismus im Uhrwerk eines Chronographen erlaubt es, den Stoppzeiger während einer laufenden Zeitmessung über nur einen Drückvorgang augenblicklich auf Null zu stellen. Nach dem Loslassen des Drückers beginnt sofort eine neue Messung. Die sonst notwendigen Schritte „Stoppen“, „Nullstellen“ und „Starten“ werden so zu einem einzigen zusammengefaßt

Rattrapante*

*Der Rattrapante-Chronograph wird auch Doppel- oder Schleppzeiger-Chronograph genannt. Er verfügt über einen zusätzlichen Zeiger, den Schleppzeiger, der das Stoppen von Zwischenzeiten erlaubt. Dazu läuft der Schleppzeiger als zweiter Zeiger unter dem Stoppsekundenzeiger mit und kann beim Stoppen abgekoppelt werden

und ewiger Kalender*

*Der ewige Kalender ist so konstruiert, dass er Wochentag, Datum und Monat bis zum Jahr 2100 korrekt anzeigt

Seit 2009 wird auch wieder ein eigenes Uhrwerk das Kaliber B01 verbaut. Zuerst geschah das in der Limited Edition. Die Uhr besitzt heute eine 70 Stunden Gangreserve. Ebenfalls ist eine COSC Zertifizierung vorhanden. Seit 1969 wurde eine Automatikwerk in die Modellreihe integriert. Auch sind die Uhren mit diversen Armbändern lieferbar. Stahl, Lederband oder 750/000 Rotgold wie Gelbgold. Alle Modelle sind im Bezug auf Gehäuse, Zifferblatt und Armband wählbar.

Auf Grund der Funktionen hat der NAVITIMER natürlich auch eine beidseitig drehbare Lünette.

Ein deutliches Erkennungsmerkmal des NAVITIMER sind das schwarze Zifferblatt, die weißen Totalisatoren der Stoppanzeige und ein roter Sekundenzeiger.

Bei den Modellen vor 1969 drehten sich noch Lünette und Glas bei Bedienung des Rechenschiebers.

Der NAVITIMER ist nicht nur durch sein innovatives Design sondern als offizielle Pilotenuhr bekannt geworden. Er ging als ultimative Fliegeruhr in die Geschichte ein. Die Zuverlässigkeit der Breitlinguhr ist unübertroffen. Der Aviatikrechenschieber ist ein Highlight.

Die NAVITIMER Modelle – für jeden was dabei!

Ob NAVITIMER World oder NAVITIMER 01, ist vor allem Geschmackssache. Das Gehäuse der World ist größer und die 01 hat ein eigenes Manufakturkaliber.

Der Automatik-Chronograph ist heute nicht nur bei Piloten beliebt. Gerade Anhänger von großen, auffälligen Modellen mit männlichem Charakter tendieren sehr häufig zu einer Breitling Uhr. Die Modellreihe der NAVITIMER enthält mittlerweile viele unterschiedliche Modell die im Handel präsentiert werden.

Mit dem CHRONOMAT fing alles an!

Der NAVITIMER war zunächst nicht das stärkste Modell des Unternehmens. Dieses war seinerzeit der CHRONOMAT. Bereits ab 1942 wurden diese Uhrenmodelle für die Luftfahrt entwickelt und hatten bereits einen Rechenschieber der komplexe Berechnungen ermöglichte. Der NAVITIMER ist lediglich eine besondere Form des CRONOMATen. Diese Uhren hatten bis 1969 einen Handaufzug und wurden ab 1969 mit Automatikwerk angeboten.

1952 machte der Nachfolger des CHRONOMATs der Fliegerchronograph eine steile Karriere. Die beidseitig drehbare Rechenschieber-Skala in der Lünette war ein Highlight für Piloten. Hiermit war es möglich, schnellstens Berechnungen über Treibstoffverbrauch, Steig- und Sinkflugraten sowie Durchschnittsgeschwindigkeiten zu errechnen.

Diese Funktionen braucht man heutzutage natürlich nicht mehr im Pilotenalltag. Dennoch hat sich dieses Feature bei Uhrenliebhabern etabliert. Die technischen Besonderheiten machen diese Uhren so begehrenswert und nachgefragt.

Vergleich man die Breitling Uhren mit denen anderer Hersteller, so wirkt die Breitling Uhr schon fast wie ein technisches Instrument. Man spürt den Kult und den Mythos dieser ursprünglich als Instrument für Piloten gedachten Entwicklung und kann somit Teil des Ganzen sein. Zu einer weiteren Aufwertung dieses Chronographen hat die Verwendung des eigenen Breitling Kalibers NAVITIMER (01) geführt.

Eine Breitlinguhr macht ein echtes Statement!

Allerdings gefällt die Pilotenuhr nicht jedem, da auf dem Zifferblatt viel untergebracht ist. Das durch den großen Durchmesser ziemlich wuchtige Gehäuse im Zusammenspiel mit der polierten Oberfläche hinterläßt einen auffälligen und starken Eindruck. Die Zuneigung zum NAVITIMER ist reine Geschmacks- und ein wenig auch Gefühlssache. Durch diese Optik ist die Uhr stark polarisierend und wird von Fans anderen hochwertiger Uhren mit unter belächelt. Die Uhr kommt als selbstbewusstes Kraftpaket daher. Dies unterstreicht besonders der NAVITIMER GMT mit seinem Durchmesser von 48 mm.

NAVITIMER – Der Name ist Programm

Der NAVITIMER eignet sich nicht nur zum Navigieren, sondern kann kann auf ihm auch die Uhrzeit ablesen und komplexe Rechenoperationen durchführen. Diese können unter anderem auch in der Fliegerei von Nutzen sein. Die mittlerweile riesige Fangemeinde ist nicht nur auf die Rechenschieber-Lünette zurück zuführen. Auch die Kombination aus Navigationsrechner und Chronograph in Verbindung mit einem einzigartigen Look übt eine besondere Faszination aus. Entscheidend ist, das das Wesentliche des NAVITIMERS seit 1962 geblieben ist, und das obwohl es mittlerweile viele verschiedene Editionen gibt. Die Uhr hat Kultstatus.

Charakteristischerweise hatte der erste NAVITIMER, der als Nachfolger für den CHRONOMAT auf den Markt kam, ein schwarzes Ziffernblatt mit schwarzer Chronographenanzeige sowie eine sehr griffige Perlenlünette. Als beliebte Piloten- und Fliegeruhr war der NAVITIMER von 1952 bis in die 70er Jahre hinein das Non-Plus-Ultra. Der Fliegerchronograph war einfach ein Must-Have in dieser Szene. Uhrensammler schätzen unter anderem Vintage Breitling Uhren aus den Jahren vor 1979. Dieser Herren Armbanduhren sind echte Klassiker und sehr gefragt.

Dann kamen die Modelle der 1980er Jahre (nach der Quarzkrise)

Leider mußte sich BREITLING nach 1982 neu orientieren. In dieser Zeit wurden NAVITIMER mit Quarzwerken gebaut. Diese gingen aber mehr als Kuriosität durch und waren höchsten für Sammler interessant. Während dieser Krisenzeiten wurden durch die Firma Sinn diverse Bestände an BREITLING-Uhren aufgekauft. Bedingt dadurch waren plötzlich BREITLING Uhren im Umlauf. Diese hatten allerdings kein Logo auf dem Zifferblatt und heute einen großen Sammlerwert. Die Uhren haben als Besonderheit Breitling Werksteile oder auch den Sinn Schriftzug auf dem Zifferblatt.

Eine weitere Seltenheit sind außerdem die Modelle die von etwa 1954 bis 1955 das Kaliber Valjoux 72 verbaut hatten. Später kam dann das Kaliber Venus 178 zu Einsatz.

Ein wichtiges Element aller Uhren ist auch das Logo. Zu Beginn wurden die Uhren mit dem Logo des AOPA Verbandes versehen. Zudem hatten die ersten NAVITIMER keine Referenznummern. Das AOPA Logo wurden dann mit dem Breitling Logo „B“ sowie „Breitling Genève“ ergänzt.

Hier noch mal die Entwicklungschronologie:

1942 CHRONOMAT

1952-1954 Erste Generation NAVITIMER

1960-1966 Zweite Generation NAVITIMER (in den 60er Jahren erfolgte lediglich eine Änderung an der Lünette).

Ende der 1960er Jahre Dritte Generation. Veränderung an den Totalisatoren. Teilweise wurde ein Valjoux 7736 Werk verbaut.

Weder die Quarzkrise noch die Modernisierungen in der Navigationstechnik haben den Breitling Uhren geschadet. Die Fliegeruhr blieb weiterhin sehr beliebt. Die Tradition und die Ästetik dieser Uhren zog nach wie vor viele Uhrenliebhaber an. Lediglich in den 1080er Jahren gab es eine kleine Flaute um dann in den 1990er wieder richtig kräftig anzuziehen.

Es folgte ein richtiger Triumphzug.

Nachlese

Mit der NAVITIMER Airborne, NAVITIMER 92, NAVITIMER Twin Sixty oder NAVITIMER Spatiographe gab es einige Breitling Modelle, die COSC geprüft waren und richtig erfolgreich wurden. Als massiver Herrenuhr wurden sie weiter vorangetrieben und trafen im 21. Jahrhundert genau ins Schwarze. Neben dem klassischen NAVITIMER 01 sind wohl der NAVITIMER GMT und der NAVITIMER World die bekanntesten, modernen Modelle von Breitling. Allen Modellen ist gemeinsam, dass sie den Stil des Fliegerchronographen beibehalten haben. Sie bringen die präzise, innovative Technik mit und sind zugleich auch als modisches Accessoire ganz im wahrsten Sinne des Wortes am Puls der Zeit.

Auch heute ist diese Herrenuhr bei Piloten beliebt, auch wenn sie auf die Technik nicht mehr unbedingt angewiesen sind. Sie wird auch weiterhin in der Luftwaffe eingesetzt. Als begeisterter Flieger und Besitzer von Flugzeugen ist John Travolta als Markenbotschafter von Breitling seit vielen Jahren stark in Erscheinung getreten.

Der NAVITIMER ist bis heute in zahlreichen Varianten und Limited Editions erschienen. Die Baselworld 2014 präsentierte den Breitling NAVITIMER 01 mit einem größeren Gehäuse (46mm) für einen Preis von etwa 6.900 Euro. Daraufhin folgte 2015 ein limitiertes Sondermodell: Breitling NAVITIMER AOPA – Diese Uhr gilt als Hommage an die Zeit, in der die AOPA (Aircraft Owners and Pilots Association) als Fliegervereinigung die NAVITIMER Modelle zu ihrer offiziellen Uhr erklärten. Sie war durch diese Vereinigung offizielle Pilotenuhr 1952. Eine weitere Verbesserung: Seit dem Bau des eigenen Kalibers Kaliber 01 ist es der Marke Breitling zudem möglich, eine 5-Jahres Garantie zu gewähren.